Mentorat für Hilden – Bewerbung um den Hildener Heimatpreis 2025

  • Bewerbung um den Hildener Heimatpreis 2025

Hilden – Deine Bücher(-Schränke)!?

Bewerbung um den Hildener Heimatpreis 2025 in den Kategorien „Kultur und Bildung“ sowie „Umwelt und Nachhaltigkeit“

Gestaltung und Weiterentwicklung der bestehenden, vielfältigen Konzeptionen der Bücherschränke in Unserer Heimatstadt Hilden mit der Absicht der Förderung von Kultur und Bildung sowie des Schutzes der Umwelt im Sinne der Nachhaltigkeit des Kulturgutes und Kulturschatzes Buch.

Initiative und Projekt des Mentorats für Hilden, Hilden, vertreten durch Herrn Gregor Johannes Späte, OStD i.R., Schulleiter a.D., Schulreferent a.D. und Hochschuldozent a.D.

Bewerbungsschluss: So., 30.11.2025

Bewerbungsanschrift: integration@hilden.de


Darstellung und Vergewisserung

In Hilden bewähren sich seit Jahren eine Vielzahl von Bücherschrankkonzeptionen, die es allen Hildener Bürgern, aber auch Hildener Institutionen wie z.B. der Stadtbibliothek, ermöglichen, Bücher, die aus der eigenen Nutzung entlassen werden, in Bücherschränke zu geben.

Die Vielzahl der Möglichkeiten und Angebote zur Büchervergabe und Bücherannahme werden allseits intensiv genutzt, was als gesichert vorangestellt werden kann.

Dabei gibt es Unterschiede hinsichtlich
- der Zugänglichkeit zu den Bücherschränken
- des Witterungsschutzes der Bücherschränke
- des Fassungsvermögens der Bücherschränke
- der Trägerschaften, Organisationen etc.
- der inhaltlichen Ausrichtungen
- der Kostenfreigabe
- etc.


Im Norden der Stadt:

In der Elb hat die Familie Möller ein wettergeschütztes Holzhäuschen im privaten Einfahrtsbereich erstellt, in welchem Bücher aller Art eingestellt werden können und aller Art entnommen werden können.

Auf der Lodenheide im privaten Einfahrtsbereich zur Weißen Villa hat der dort ansässige Verein gleichen Namens einen soliden, weil wind- und regenfesten, Bücherschrank etabliert, aus dem Bücher entnommen, aber nicht eingestellt werden mögen. Dabei wird um eine Vereinsspende durch eine Bucheinlage gebeten.

Auf der Wohlauer Str. im Hausmeisterbereich, und auch nur während derer Sprechzeiten zugänglich, hat die Wohnungsbaugesellschaft Derr einen Bücherschrank eingerichtet, in dem Bücher im begrenzten Umfang entnommen und eingestellt bzw. abgegeben werden können.

Auf der Meide, in der dortigen Altenbegegnungsstätte, in einem der insgesamt 5 Nachbarschaftszentren der Stadt Hilden, welches von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Jacobus in Hilden geführt wird, findet sich im Offenen Flurbereich eine Leseecke, in der Bücher eingestellt und entnommen werden können.


In der Stadtmitte:

Im Bereich des Itterbachs des Ellen Wiederholt-Platzes, zwischen Rathaus und Stadtsparkasse, befindet sich einer der 3 Bücherschränke, die vom Kulturamt der Stadt Hilden aufgestellt wurden und verwaltet werden. Ansprechperson ist heutigem Stand Frau Becker. Bücher mögen eingestellt und entnommen werden.

Ein weiterer Schrank, der auf Initiative des Kulturamtes der Stadt Hilden aufgestellt wurde und von dort in letzter Instanz verwaltet wird, befindet sich auf dem Warrington Platz, vor dem Eingang zum Itter-Karree. Dieser Bücherschrank ist kategorial auf Kinder- und Jugendbücher ausgerichtet, nicht aber auf Büchern zu Kindern und Jugendlichen (Erziehungshilfen etc.). Die Alltagsverwaltung des Bücherschrankes übernimmt in Kooperation mit der Stadt die AWO der Stadt Hilden auf der Schulstr. um die Ecke. Die dortige Geschäftsführung hat zur Handhabung des Alltags einen Beauftragten, Herrn Hullen, ernannt. Bücher mögen eingestellt und entnommen werden.

Auf der Schulstr., Hausnummer 35, befindet sich ein weiteres der insgesamt 5 Nachbarschaftszentrum der Stadt Hilden, welches von der AWO Hilden geleitet wird und wo sich ein weiterer Bücherschrank im Bereich des HausCafes befindet, aus welchem Bücher gegen eine Spende für die AWO Hilden entnommen werden können, aber auch einfach hinter-, zurückgelassen werden können.

Ebenfalls auf der Schulstr. befindet sich im Haus der Jugend der Kinderschutzbund der Stadt Hilden, der wöchentlich zu festgelegten Zeiten, kategorial gebunden, Kinder- und Jugendbücher annimmt, um sie im Second-Hand-Verfahren zum Weiterverkauf anzubieten.

Auf der Unteren Walderstr. betreibt die Kreis-AWO Mettmann einen Bücherschrank in einer ausgemusterten Telefonzelle. Bücher mögen entnommen oder eingestellt werden.

Auf der Unteren Düsseldorferstr. werden in der Kleiderkammer des SKFM der Katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus Hilden Bücher in sehr begrenztem Umfang und zu den Öffnungszeiten angenommen und zum Weiterverkauf im Second-Hand-Verfahren angeboten.


Im Westen der Stadt:

Auf der Oberen Düsseldorferstr., vor dem Mehrgenerationenhaus mit der Hausnummer 150, betreibt der dort ansässige Verein Trialog Hilden vor der Haustür einen Bücherschrank zur Eingabe und Entnahme von Büchern.


Im Süden der Stadt:

Auf der Talstr., vor der Hausnummer 20 auf Privatgrundstück, steht auf privatem Grund ein ausgemusterter Getränkekühlschrank mit Vollglastür, wind- und wetterfest. Bücher können eingestellt und entnommen werden. Die Übersicht und Verwaltung des Schrankes nehmen die Initiatoren des Schrankes vor, die dort wohnhaft sind.


Im Osten der Stadt:

Auf der Oberen Walderstr., neben der Bushaltstelle vor dem Parkplatz des dortigen Aldi Geschäftes, befindet sich ein weiterer Bücherschrank, der vom Kulturamt der Stadt Hilden etabliert wurde, in Kooperation mit der AWO Hilden, die ein Nachbarschaftszentrum auf dem Clarenbach Weg betreibt, verwaltet wird. Bücher können eingestellt und entnommen werden.

Im Nachbarschaftszentrum der AWO Hilden auf dem Clarenbach Weg befindet sich ein weiterer Bücherschrank im Bereich des dortigen Cafés, wo Bücher eingestellt und entnommen werden können zu den Öffnungszeiten.


Wahrnehmungen und Begegnungen

Im Nachfolgenden werden verschiedene Vorkommnisse aus diesem Jahr 2025 zur Darstellung gebracht, aus denen sich die Begründung und das Ziel der hier eingereichten Initiative und des Projektes herleiten lassen.

Im Frühjahr 2025 wurde der Bewerber (BW) von einer gutgestellten, vermögenden Nachbarin beim Ausräumen ihres großen Einfamilienhauses im Hildener Norden angesprochen. Die umfangreiche Bibliothek des Hauses war von einem Antiquar gesichtet worden und mehrere Bücherkartons waren bereits entnommen worden, bevor der BW gefragt wurde, ob er für weitere Bücher eine persönliche Verwendung habe, da sonst alle weiteren Bücher in den Mischcontainer vor dem Haus entsorgt werden müssten.


Auf Rückfrage des BW, ob es denn keine Bücherannahmestelle für Bücher in der Stadt geben würde, erklärte die Nachbarin, die erkennbar Büchern selbst einen hohen Eigenwert zuschreibt, dass

sie diesbezüglich herumtelefoniert habe und es keine solche Stelle gäbe.

sie versucht habe, Bücher in die Bücherschränke der Stadt einzustellen, die aber i.d.R. bereits zu voll waren und für die Masse der Bücher voll auch nicht ausgelegt seien.

sie allein wegen des Gewichts und der Masse der Bücher, die Arbeit selbst gar nicht leisten könne.

Im Ergebnis wurde fast die gesamte Bibliothek für wenige trockene Tage an den Straßenrand gelegt und die Vorbeigehenden zur Mitnahme aufgefordert, bevor der Großteil in den Container ging.


Im Sommer 2025 entsorgte der Bewerber beim Städtischen Bauhof Altpapier und traf am Papiercontainer auf eine Dame von der Hofstr. in Hilden, die im großen Stile bestens erhaltene, wertvolle Bücher in den Container warf.

Der BW überzeugte die Bürgerin, dass sie ihm die Bücher anvertraute, wofür die Dame hoch dankbar war.

Sie erzählte, dass sie alles versucht habe, um die Bücher weiterzugegeben, sie keine Abgabestellte für Bücher in der Stadt hat ausmachen können und die Bücherschränke der Stadt zu voll gewesen seien, um mehr als ein paar Bücher einzustellen.

Auch erzählte sie, dass in der Vergangenheit wertvolle Bücher digital bei Momox eingescannt habe und Bücher gegen einen geringen Preis hat verkaufen können, was aber auch sehr viel Aufwand für wenig Geld sei.

Seither war der BW bereits 3x bei der Dame vor Ort, um Bücherabstellungen vor der Haustür auf der Hofstr. abzuholen.

Im Anschluss an diese Begegnung mit dieser Dame suchte der BW das Gespräch mit der Sachgebietsleiter Abfallentsorgung im Bauhof Hilden, Herrn Biedermann, um ggf. einen Weg zu finden, dass umfangreiche Bücherentsorgungen im Altpapiercontainer des Bauhofes aufgehalten werden können und durch den BW bzw. das Mentorat für Hilden zwischengelagert und dann abgeholt werden können.

Herr Biedermann erzählte umgehend von einem Anruf aus der letzten Woche von einer Älteren Dame, die ihn genau mit der Thematik der Entsorgung einer größeren Bibliothek konfrontiert hatte. Dankbar nahm Herr Biedermann die Kontaktdaten des BWs entgegen und sagte zu, sich der Angelegenheit weiter zuzuwenden, da auch er um das Problem wisse.

Auf dem 3x im Jahr in Hilden auf der Mittelstr. durchgeführtem Büchermarkt wurde der BW auf den riesigen Bücherstand des AWO Hilden aufmerksam und vereinbarte einen Gesprächstermin mit dem in der Sache hoch engagierten Herrn Hullen von der AWO in Hilden.

Tatsächlich ist es wohl so, dass die AWO Hilden, und zwar die Niederlassung auf der Schulstr. 35, sehr wohl bereit, willens und in der Lage ist, Bücherspenden auch in größerem Umfang anzunehmen, zu sichten und einer weiteren, guten Verwendung zuzuführen. Dazu gehört auch der Weiterverkauf über die Digitalapp Momox, womit Gelder zur weiteren guten Verwendung der AWO-Arbeit generiert werden können.

Doch obwohl zudem auf den Büchermärkten im Jahr je Markt bis zu 12 Meter Bücher (Buchrücken) verkauft werden können, ist das Lager auf der Schulstr. 35 übervoll, so dass Buchspenden ggw. auch ggf. abgewiesen werden müssen. Das Lager ist voll und die schweren Bücherkisten sind auch nicht von den Ehrenamtlern leichter Dings zu tragen und zu handhaben.

Erst in der letzten Woche auf dem Bauhof in Hilden kam der BW mit einem Inhaber eines bekannten Hildener Entrümpelungsunternehmen ins Gespräch, der dem BW versicherte, dass bei jeder Entrümpelung eines jeden Standortes idR Bücher zu entsorgen wären. Eine nähergehende Sichtung und Auswahl der Bücher ist unter den gegebenen Umständen einer Entrümpelung nicht üblich, und auch nicht möglich.

Der Bewerber vereinbarte mit dem Unternehmensinhaber bei Weitergabe der Kontaktdaten in solchen Fällen in Zukunft kontaktiert werden zu können, um dann die zu entsorgenden Bücher zu übernehmen.

Bei einer Einsichtnahme in den Bücherschrank an der Oberen Walderstr. des BWs hielt ein Auto und die Fahrerin öffnete den Kofferraum ihres Wagens, der vollständig mit Büchern gefüllt war.

Die Dame erklärte, dass sie eine Leseratte sei und ggw. ca. 600 Bücher zu entsorgen habe und seit Wochen die verschiedenen, ihr bekannten Bücherschränke in Hilden abfahren würde, um zumindest je einige Bücher dort einstellen zu können, da sie es nicht übers Herz bringen könne, Bücher zu entsorgen. Dabei mache sie die Erfahrung, dass ihre Bücher wohl sehr gerne entnommen werden würden, weshalb es sich für sie lohne, so zu verfahren.


Reflektionen und Schlussfolgerungen

Obwohl die Bestückung mit Bücherschränken im Stadtgebiet Hildens durchaus flächendeckend ist (die Bestückung im Süden der Stadt ist dabei noch ausbaufähig), sind schon allein die quantitativen Kapazitäten der Bücherschränke nicht ausreichend, um die Masse der Bücher der Hildener Bürger, die sich von Büchern trennen möchten, aufzunehmen. Woche für Woche wird – wenig nachhaltig – Kulturgut und Kulturschatz Buch in Hilden entsorgt, und dies obwohl nachweislich eine enorme Nachfrage nach gebrauchten Büchern bei den Hildner Bürgern besteht.

Es lohnte sich tatsächlich stichprobenartig festzuhalten, wie viele Bürger pro Stunde einen Bücherschrank in Hilden besuchen bzw. diesen nutzen, um sich mit wertvoller Literatur zu versorgen. Die Standorte der einzelnen Bücherschränke im Stadtgebiet hat der BW tatsächlich aus den Gesprächen mit Bürgern an den Bücherschränken entnommen. Das verweist auf ein weiteres Manko der ggw. Situation zu den Bücherschränken, nämlich der weitgehenden Intransparenz der Vielzahl der Bücherschränke und deren genauen Lage. Inzwischen hat der BW mitgeholfen, dass z.B. bei der Kleiderkammer des SKFM auf der Düsseldorferstr. die verschiedenen Standorte anfragenden Bürgern mitgeteilt werden durch entsprechenden Aushang. Auch hat aufgrund des hohen Angebots an guten Büchern der SKFM damit begonnen, Bücher in kleinem Rahmen entgegen zu nehmen und weiterzuverkaufen.

Zuletzt ist festzuhalten, dass die Bücherschränke im Outdoorbereich gegenüber den Bücherschränken im Indoorbereich zwar den Vorteil der durchgängigen Erreichbarkeit und Nutzung 24/7 haben, aber dieser Vorteil konkurriert mit dem Nachteil, dass die Bücher im Outdoorbereich insbesondere dann auch der Witterung ausgesetzt sind, wenn die Bücherschränke nicht gänzlich verschlossen sind. Daraus lässt sich nicht nur der Vorschlag nach witterungsresistenten Bücherschränken ableiten, sondern auch die Überlegung, inwiefern Bücherschränke an quasi öffentliche Räume angeschlossen werden können, die zumindest wochentags an bis zu 12 Stunden erreichbar und nutzbar sind.


Vision, Idee und Konzeption – zentrale und dezentrale Bürger Bibliothek Hilden (BüBiHi)

Vorweg maßgeblich und entscheidend ist, dass der Status quo der ggw. Bücherschränke im Stadtgebiet Hilden so bestehen bleibt wie er besteht. Die zur Darstellung gebrachte Vielfalt des bestehenden Bücherschranksystems in Hilden ist definitiv zu erhalten, zu unterstützen und lediglich weiterzuentwickeln.

Dazu ist nach bereits vom BW aufgenommenen Vorgesprächen in Planung alle bisherigen Akteure im laufenden Bücherschranksystem untereinander bekannt zu machen und an einem Tisch zu versammeln – zum Austausch und auch zur Kooperation, wo diese von den Akteuren erwünscht und für die Sache förderlich ist.

Zusätzlich wird an die Einrichtung einer Zentralen Bürger Bibliothek gedacht, die überall bekannt ist und der ultimative Anlaufpunkt für die Hildener Bürger und Institutionen ist, um Bücher abzugeben, die in privaten oder sonstigen Nutzungen nicht weiter benötigt werden (und nicht bei den vorhandenen und bekannten Bücherschränken abgegeben werden).

Die Zentrale Bürger Bibliothek wird – der Kleiderkammer des SKFM vergleichbar – im Ehrenamt geführt und wird unmittelbar angrenzend an das Bürgerhaus im Erdgeschoss des Rathauscenters untergebracht. Der Gesprächsfaden mit dem Eigentümer Herrn Kluth wurde bereits ausgenommen. Die Jahresmiete für die ideal gelegene, helle und freundliche Räumlichkeit ist über Unterstützer und Sponsoren in der Stadt sicher zu stellen, wozu ebenfalls Gespräche in der Stadt angelaufen sind.

Dort werden entgegengenommene Bücher lediglich sortiert, nicht bibliothekarisch erfasst, und zur kostenlosen, unbürokratischen Ausleihe bereitgestellt, also lediglich ein Leihzettel auszufüllen ist, der bei Rückgabe der Bücher eigenständig wieder entnommen werden kann.

Sollten Bücher nicht zurückgebracht werden, dann ist das eben so!

In dieser Zentralen Bürger Bibliothek im Rathauscenter Hilden werden allein und ausschließlich Fiktionale Bücher vorgehalten, die definitiv die Masse der von Hildener Bürgern bereit gestellten Bücher ausmachen. Der BW schätzt, dass über 70 % der Bücher Fiktionale Bücher der Literatur sind.

Damit machen die Non-Fiktionalen Bücher immerhin noch ca. 30 % des Bücheraufkommens aus. Für diesen Bücherbestand sieht die hier vorgeschlagene Konzeption vor, den (weiteren) Aufbau einer Dezentrale Bürger Bibliothek im gesamten Stadtgebiet vorzunehmen, ganz in Aufnahme des Gedankens des Kinder- und Jugendbücherschrank auf dem Warringtonplatz, der sich kategorial konzentriert.


1.

Koch- und Backbücher können in 3 kleinen und feinen Bücherschränken in den Nachversorgungszentren Edeka am Nordmarkt, Breidohrs an der Mittleren Walderstr. und bei Conrads auf der Oberen Richratherstr. untergebracht werden.

Pflanzen- und Gartenbücher können in einen kleinen und feinen Bücherschrank im Gartencenter Laukart an der Mittleren Walderstr. untergebracht werden.

Sport- und Fitnessbücher können in einem kleinen und feinen Bücherschrank in der Sportmühle an der Untern Walderstr. untergebracht werden.

Tierbücher könnten in einem kleinen und feinen Bücherschrank bei Zoo Thomas an der Berliner Str. untergebracht werden.

Reisebücher könnten in einem größeren Bücherschrank im Reisebüro Pass am Markt untergebracht werden.

Etc.


2.

Religiöse und Spirituelle Bücher könnten in kleinen und feinen Bücherschränken neben den Schriftenständen in der Katholische Pfarrkirche St. Jacobus bzw. in der Evangelischen Reformationskirche, beide auf der Mittelstr., untergebracht werden.

Gesundheits- und Ernährungsbücher könnten in einem größeren Bücherschrank neben dem Schriftenstand im Foyer des St. Josefs Krankenhauses auf der Unteren Walderstr. untergebracht werden.

Etc.

3.

Technische und Naturwissenschaftliche, insbesondere auch geowissenschaftliche, Bücher könnten in einem größeren Schrank im Entree der Stadtwerke an der Kirchhofstr. untergebracht werden.

Geschichtliche Bücher könnten im Museum der Alten Kornbrennerei auf der Unteren Düsseldorferstr. in einem größeren Bücherschrank untergebracht werden.

Musikbücher könnten in einem kleinen und feinen Bücherschrank neben dem Schriftenstand der Musikschule im 1. Obergeschoss des Alten Helmholtz-Gymnasiums auf der Unteren Gerresheimerstr. untergebracht werden.

Kunst- und Kunstgeschichtsbücher könnten in einem kleinen und feinen Bücherschrank im Haus der Künstler, Untere Hofstr., oder aber im Museum Breloh, Untere Düsseldorferstr., untergebracht werden.

Politik- und Gesellschaftsbücher könnten in einem größeren Bücherschrank im Foyer des Ratshauses untergebracht werden.

Didaktische und Pädagogische Bücher könnten in einem kleinen und feinen Bücherschrank neben dem Schriftenstand der Volkshochschule im Erdgeschoss des Alten Helmholtz-Gymnasiums an der Unteren Gerresheimerstr. untergebracht werden.

Etc.


Mit den meisten hier aufgeführten Einrichtungen ganz unterschiedlicher und vielfältiger Art wurden bereits vom BW Gespräche aufgenommen. An keiner Stelle, durch keinen Vertreter der Einrichtungen wurde dieser Vision und Idee eines kategorial sortierten Fachbücherschrankes, der zum Ort passt, ablehnend begegnet, im Gegenteil: man zeigte sich eher überrascht und wollte das Anliegen wohlwollend prüfend.


Fazit:

Mit der hier vorgelegten Initiative und dem Projekt einer Zentralen und Dezentralen Bürger Bibliothek in Hilden (BüBiHi) wird nicht nur einem bereits erfolgreichem Bücherschranksystem in der Stadt Hilden Rechnung und Anerkennung gegeben, sondern dieses bestehende Bücherschranksystem gestärkt, erweitert und abgerundet.

Damit kommt dem hohen Kulturgut und Kulturschatz Buch, welches sich in den Händen der Hildener Bürger befindet, eine Sicherung über den eigenen Gebrauch hinaus zugunsten der Stadtgemeinschaft Hilden zu. Davon profitieren viele Hildener Bürger direkt, ein echtes Gesamtstadtprojekt, welches die Umwelt entlastend und damit nachhaltig die knappen Ressourcen der Welt nutzt.

Gregör Späte, OStD i. K.


Hilden, den 30.11.2025